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Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe

Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit im Regierungsbezirk Karlsruhe

Labor 71: Pathologie der Säugetiere, des Geflügels und sonstiger Tierarten, Histologie, Fluoreszenzserologie

Das Aufgabenspektrum dieses Laborbereichs umfasst pathologische-anatomische und histologische Untersuchungen im Rahmen der allgemeinen Diagnostik von Tierseuchen und Tierkrankheiten, Tumordiagnostik, Fluoreszenzserologie sowie im Einzelfall Sachverständigentätigkeiten. Auftraggeber sind Veterinärämter und Tiergesundheitsdienste, Ordnungsämter, praktizierende Tierärzte und Privatpersonen sowie Tiergärten und Zirkusunternehmen.

Die Pathologie, genauer gesagt die pathologische Anatomie, befasst sich mit dem Erkennen krankhafter Veränderungen am verendeten Tier, an Organen oder Tierkörperteilen. Ihre klassische Methode ist die Zerlegung oder Sektion mit sich anschließender Beschreibung von der Norm abweichender Veränderungen sowie deren diagnostische Beurteilung. Nur in den wenigsten Fällen führt die Sektion allein zur endgültigen Diagnose. Deshalb schließen sich im Einzelfall weitere Untersuchungen an: Histologische oder feingewebliche Untersuchungen dienen der weiteren Differenzierung makroskopisch unspezifischer Veränderungen. Bakteriologische (Labor 73), virologische oder parasitologische (Labor 74) Untersuchungen werden in den Fällen durchgeführt, in denen der Zerlegungsbefund ein infektiöses Krankheitsgeschehen vermuten lässt. Chemisch-toxikolgische Verfahren an Mageninhalt oder Organproben erlauben den Nachweis von Vergiftungen.

Die Tumordiagnostik stellt ein eigenes Gebiet innerhalb der Pathologie dar. Die Einsender von Operationspräparaten oder Bioptaten interessiert vor allem die Frage nach dem biologischen Verhalten, der sog. Dignität, einer Veränderung. Eine Verdachtsdiagnose kann häufig bereits anhand einer mikroskopischen Untersuchung von gefärbten Organ- oder Ergussausstrichen gestellt werden. In vielen Fällen wird die endgültige Abklärung jedoch erst histologisch, eventuell unter Zuhilfenahme von Spezialfärbungen, erfolgen können.

Die Fluoreszenzserologie, ein Verfahren, bei dem mit Hilfe Fluoreszein-markierter Antikörper Erreger unter UV-Licht mikroskopisch nachgewiesen werden können, wird hier vornehmlich in der Tollwutdiagnostik eingesetzt.

 

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