Die Massenspektrometrie (MS) mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP - inductively coupled plasma) als Anregungsquelle - kurz: ICP-MS - ist ein schnelles Multielementverfahren. Vor allem im Spurenbereich ergeben sich bei mehreren Elementen je Probe deutliche Zeitvorteile gegenüber der Graphitrohr-AAS.
Die im induktiv gekoppelten Plasma erzeugten Ionen werden durch ein zweistufiges Interface in das Massenspektrometer geleitet. Hierbei wird der Luftdruck von normaler Umgebung auf 10-5 Torr reduziert. Im Vakuum befindet sich der Quadrupolmassenfilter, der durch Anlegen verschiedener Gleich- und Wechselspannungen gezielt Teilchen mit einem definierten Masse-zu-Ladungsverhältnis zum Detektor durchläßt. Da sich Spannungen sehr schnell ändern lassen, ist ein Wechsel auf andere Masse/Ladungsverhältnisse sehr schnell möglich.
Praktisch bedeutet dieses z.B., daß 20 Elemente in 3-fach-Bestimmung in 2 Minuten im unteren Mikrogramm-pro-Liter-Bereich gemessen werden können, oder daß ein Scan über alle Elemente von Lithium bis Uran für eine Übersichtsanalyse in 3 Minuten erledigt ist. Hierbei werden auch Empfindlichkeiten im Mikrogramm/Liter-Bereich erzielt.
Außer für die Mehrelementbestimmung in Wasser und für die Übersichtsanalyse ist die ICP-MS-Technik unverzichtbar bei solchen Elementen, die mit anderen Techniken weitaus unempfindlicher zu messen sind:
| Element | Probenarten |
|---|---|
| Iod | Bestimmung z.B. in Nahrungsergänzungsmitteln, Iodsalz oder Algen |
| Titan | Bestimmung in kosmetischen Mitteln (als mikropigmentierte Lichtfilter) |
| Uran | Bestimmung in Trink- und Mineralwässern entsprechender geologischer Herkunft (z.B. Schwarzwald) |
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