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„Sonnenschutz” − das Thema beim Tag der offenen Tür der Verbraucherzentrale in Karlsruhe

Das CVUA Karlsruhe war am 31.05.2005 mit einem Infostand zum Thema Sonnenschutz beim Tag der offenen Tür der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Karlsruhe vertreten.

Mitarbeiter des CVUA Karlsruhe am Beratungsstand
Abb.: Mitarbeiter des CVUA Karlsruhe am Beratungsstand

Angesichts jüngster Schlagzeilen in der Tagespresse, die seit März immer wieder über ungewöhnlich hohe UV-Werte (UV-Index) an sonnigen Tagen berichtet, ist der richtige Umgang mit der Sonne ein wichtiges Thema. Dies liegt daran, dass die Sonne z.Zt. hohe Aktivitäten  aufweist und zeitweise dünnere Ozonschichten über Mittel- und Westeuropa für eine geringere Absorption der UV-A und UV-B-Strahlen sorgen. Der UV-Index als internationales Maß kann im Internet täglich abgerufen werden (www.uv-index.de). UV-Indices von 5 bis 7 weisen auf eine hohe UV-Belastung hin, die Schutzmaßnahmen erforderlich machen. Für den 1. Juni sagte der Deutsche Wetterdienst für den Raum Karlsruhe einen UV-Index von 7 voraus, im Hochsommer ist sogar mit dem UV-Index 8 zu rechnen, ein Wert, der im Sommer ansonsten in mediterranen Regionen gemessen wird.

Das CVUA Karlsruhe hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Thema Sonnenschutz beschäftigt und viele auf dem Markt befindliche Sonnenschutzmittel untersucht und konnte daher den interessierten Verbrauchern wertvolle Hinweise geben:

Bekanntlich kann vernünftiger Sonnengenuss durchaus Wohlbefinden erzeugen. Ungeschütztes oder übermäßiges Sonnenbaden hingegen hat meist unangenehme Folgen (Sonnenbrand) und kann die Haut sogar nachhaltig schädigen (Altershaut, Pigmentflecken, Hautkrebs)

Den besten Schutz erzielt man durch die Verwendung der richtigen Sonnenschutzmittel für den jeweiligen Hauttyp je nach Jahreszeit, Breitengrad und Ort (z.B. Hochgebirge, Meer) neben dem Tragen geeigneter Kleidung und dem Vermeiden direkter Sonneneinstrahlung (insbesondere die intensive Mittagssonne)

Schutz vor Sonnenbrand und Folgeschäden durch UV-B-Strahlen:

  1. Bei heller Haut und UV-Indices ab 5 sollten Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor (LSF, zuweilen auch mit SPF abgekürzt) von mindestens 20−30 verwendet werden, um die Haut vor den schädlichen, Sonnenbrand auslösenden UV-B-Strahlen zu schützen.
  2. Bei Kindern mindestens LSF 30 verwenden, da sie empfindlicher sind und sich erfahrungsgemäß deutlich länger in der Sonne aufhalten als Erwachsene.
  3. Babys und Kleinkinder bis 3 Jahren überhaupt nicht der direkten Sonne aussetzen und Produkte mit LSF 25 und mehr verwenden (Kleidung, Bäume, Wolken absorbieren nur z.T. UV-Strahlen).

Schutz vor UV-A-Strahlen, die insbesondere Hautirritationen und Altershaut hervorrufen:

  1. UV-A-Strahlen sind weniger energiereich, verursachen keinen Sonnenbrand und machen sich direkt nur bei empfindlicher Haut bemerkbar (Mallorca-Akne, polymorphe Lichtdermatosen − oft unangenehm brennender Hautausschlag, unter dem immerhin über 10 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden).
  2. Hautirritationen lassen sich ggf. auch durch Verwendung von Sonnenschutzgelen anstelle von Cremes oder einer Lotion/Milch vermeiden, da die Haut in seltenen Fällen auch auf Emulgatoren reagieren kann.
  3. Intensive UV-A-Bestrahlung verursacht langfristig Hautschäden (chronische Altershaut, insbesondere Falten durch Abbau des Kollagen- und Elastinfasergerüsts der Lederhaut; Pigmentflecke, aus denen auch Hautkrebs entstehen kann).

Schutz vor UV-A-Strahlen ist daher genauso wichtig wie Schutz vor Sonnenbrand.

Noch fehlt eine einheitliche Norm zur Kennzeichnung des UV-A-Schutzes von Sonnenschutzmitteln analog dem LSF, der lediglich den UV-B-Schutz angibt. In ein bis zwei Jahren ist mit einer entsprechenden Normierung des UV-A-Schutzes  zu rechnen. Bis dahin sollte beim Einkauf von Sonnenschutzmitteln darauf geachtet werden, dass die Kennzeichnung des Produktes eindeutige Hinweise auf einen UV-A-Schutz aufweist.

Allgemein gilt:

Sonnenschutzmittel großzügig auftragen und gut einmassieren, bis sie in die Hornhautschichten eingedrungen sind. Bei dünnflüssigen Sprays besteht die Gefahr, dass zu wenig verwendet wird; Öle intensiv einmassieren, da sie ansonsten leicht abfließen können. Produkte mit ausschließlich mineralischen Filtern (mikronisiertes Titandioxid, Zinkoxid) lassen sich meist nicht völlig einmassieren, wirken aber bereits an der Oberfläche, da sie das Sonnenlicht reflektieren.

Mehrfach auftragen, um den Schutzfaktor aufrecht zu erhalten, da die Produkte auch bei spezieller Auslobung nur bedingt wasserfest sind und darüber hinaus durch Abreiben oder Ausschwitzen Substanzverlust stattfindet.

Mehr zum Thema Sonnenschutzmittel: finden Sie unter Ergebnisse unserer Arbeit: Bedarfsgegenstände und kosmetische Mittel in unserem Internetauftritt.

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