Angesichts jüngster Schlagzeilen in der Tagespresse, die seit März immer wieder über ungewöhnlich hohe UV-Werte (UV-Index) an sonnigen Tagen berichtet, ist der richtige Umgang mit der Sonne ein wichtiges Thema. Dies liegt daran, dass die Sonne z.Zt. hohe Aktivitäten aufweist und zeitweise dünnere Ozonschichten über Mittel- und Westeuropa für eine geringere Absorption der UV-A und UV-B-Strahlen sorgen. Der UV-Index als internationales Maß kann im Internet täglich abgerufen werden (www.uv-index.de). UV-Indices von 5 bis 7 weisen auf eine hohe UV-Belastung hin, die Schutzmaßnahmen erforderlich machen. Für den 1. Juni sagte der Deutsche Wetterdienst für den Raum Karlsruhe einen UV-Index von 7 voraus, im Hochsommer ist sogar mit dem UV-Index 8 zu rechnen, ein Wert, der im Sommer ansonsten in mediterranen Regionen gemessen wird.
Das CVUA Karlsruhe hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Thema Sonnenschutz beschäftigt und viele auf dem Markt befindliche Sonnenschutzmittel untersucht und konnte daher den interessierten Verbrauchern wertvolle Hinweise geben:
Bekanntlich kann vernünftiger Sonnengenuss durchaus Wohlbefinden erzeugen. Ungeschütztes oder übermäßiges Sonnenbaden hingegen hat meist unangenehme Folgen (Sonnenbrand) und kann die Haut sogar nachhaltig schädigen (Altershaut, Pigmentflecken, Hautkrebs)
Den besten Schutz erzielt man durch die Verwendung der richtigen Sonnenschutzmittel für den jeweiligen Hauttyp je nach Jahreszeit, Breitengrad und Ort (z.B. Hochgebirge, Meer) neben dem Tragen geeigneter Kleidung und dem Vermeiden direkter Sonneneinstrahlung (insbesondere die intensive Mittagssonne)
Schutz vor Sonnenbrand und Folgeschäden durch UV-B-Strahlen:
Schutz vor UV-A-Strahlen, die insbesondere Hautirritationen und Altershaut hervorrufen:
Schutz vor UV-A-Strahlen ist daher genauso wichtig wie Schutz vor Sonnenbrand.
Noch fehlt eine einheitliche Norm zur Kennzeichnung des UV-A-Schutzes von Sonnenschutzmitteln analog dem LSF, der lediglich den UV-B-Schutz angibt. In ein bis zwei Jahren ist mit einer entsprechenden Normierung des UV-A-Schutzes zu rechnen. Bis dahin sollte beim Einkauf von Sonnenschutzmitteln darauf geachtet werden, dass die Kennzeichnung des Produktes eindeutige Hinweise auf einen UV-A-Schutz aufweist.
Sonnenschutzmittel großzügig auftragen und gut einmassieren, bis sie in die Hornhautschichten eingedrungen sind. Bei dünnflüssigen Sprays besteht die Gefahr, dass zu wenig verwendet wird; Öle intensiv einmassieren, da sie ansonsten leicht abfließen können. Produkte mit ausschließlich mineralischen Filtern (mikronisiertes Titandioxid, Zinkoxid) lassen sich meist nicht völlig einmassieren, wirken aber bereits an der Oberfläche, da sie das Sonnenlicht reflektieren.
Mehrfach auftragen, um den Schutzfaktor aufrecht zu erhalten, da die Produkte auch bei spezieller Auslobung nur bedingt wasserfest sind und darüber hinaus durch Abreiben oder Ausschwitzen Substanzverlust stattfindet.
Mehr zum Thema Sonnenschutzmittel: finden Sie unter Ergebnisse unserer Arbeit: Bedarfsgegenstände und kosmetische Mittel in unserem Internetauftritt.
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