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Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe

Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit im Regierungsbezirk Karlsruhe

Campylobacter − ein Infektionserreger in Geflügelfleisch und Rohmilch

Campylobacter-Keime sind nach Salmonellen die bedeutendsten Verursacher von lebensmittelbedingten Durchfallerkrankungen. Als Hauptinfektionsquellen gelten unzureichend erhitzte Geflügelprodukte und Rohmilch.

Campylobacter jejuni gilt als einer der bedeutendsten Verursacher von lebensmittelbedingten Durchfallerkrankungen. Auch Campylobacter coli führt beim Menschen häufig zu Erkrankungen. Campylobacter jejuni kommt bei verschiedenen Nutztieren (vor allem Geflügel, Rind und Schwein), aber auch bei Haustieren wie Hund und Katze sowie bei wild lebenden Vögeln vor, ohne dass diese Tiere erkranken. Campylobacter coli ist im Darm von Schweinen zu finden.

Die Übertragung der Keime auf den Menschen erfolgt überwiegend über verunreinigte Lebensmittel. Durch Erhitzungsprozesse werden im Lebensmittel vorhandene Keime abgetötet. Infektionen durch Lebensmittel kommen besonders durch den Verzehr roher Produkte, wie Rohmilch und Rohmilchkäse zustande. Aber auch nicht ausreichend erhitzte Lebensmittel, insbesondere nicht vollständig durcherhitztes Geflügelfleisch, können zu Infektionen führen.Es kommt zu wässrigen oder blutigen Durchfällen, oft verbunden mit Fieber, Schwindel, Erbrechen, Bauch-, Kopf- und Muskelschmerzen. Die Erkrankung dauert 7 bis 10 Tage.

Bei der Untersuchung von 100 Hähnchen- und Putenfleischprodukten wurde eine Kontaminationsrate der Lebensmittel mit Campylobacter von 60% festgestellt. Auch aus einer Rohmilch wurde Campylobacter isoliert. Bei 40 Rohmilchkäse-Proben konnten hingegen kein Campylobacter isoliert werden.

Zum Schutz vor Campylobacter-Infektionen wird den Verbrauchern empfohlen:

  • Fleisch, insbesondere Geflügelfleisch und Geflügelinnereien nur durchgegart zu verzehren
  • Bei der Zubereitung von Speisen auf konsequente Küchenhygiene zu achten
  • Kreuzkontaminationen zwischen rohem Geflügel bzw. Auftauwasser und anschließend nicht mehr erhitzten Speisen wie Salaten zu vermeiden
  • Rohmilch abzukochen

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