Im Rahmen des NRKP sind in Mecklenburg-Vorpommern Lasalocidrückstände in Hühnereiern festgestellt worden. Als Quelle für diese Rückstände konnten Futtermittel für Legehennen bestimmt werden, die mit lasalocidhaltigen Futtermitteln für Mastgeflügel kontaminiert waren. Da diese Futtermittel auch nach Baden-Württemberg gelangt sein könnten, wurden hier 84 Futtermittel und 121 Eier auf Lasalocidrückstände untersucht. Dabei konnten in 34 Futtermittel- und 39 Eiproben Lasalocidrückstände nachgewiesen werden. Bei den Futtermitteln mussten 29 Proben (>30 µg/kg) und bei den Eiern 28 Proben (>3 µg/kg) beanstandet werden.
Für die Rückstandsuntersuchung der Futtermittel auf Lasalocid wurde bei uns eine Methode etabliert, die auch kleinste Mengen (0,001 mg pro kg Futtermittel) dieser Substanz in Futtermitteln erfasst und somit 5000mal empfindlicher als die amtliche Methode zur Futtermittelüberwachung ist, die auf die Gehaltskontrolle der Wirkkonzentrationen ausgerichtet ist.
Die Problematik der Verschleppung beruht auf den chemisch-physikalischen Eigenschaften von Lasalocid. Es wird während der Herstellung von Futtermitteln mit Lasalocid als Zusatzstoff in den Futtermühlen so stark in den dortigen Anlagen gebunden, dass es noch bis in die folgende 9. unbehandelte Futtermittel-Charge verschleppt wird.

Durch das Zusammenführen der Untersuchungsergebnisse der Eier und Futtermittel (CVUA Freiburg und Karlsruhe) aus den einzelnen Betrieben konnten wir feststellen, dass sich nach dem Absetzen der belasteten Futtermittel noch 10 Tage später Lasalocidrückstände in den Eiern nachweisen ließen. Außerdem war zu beobachten, dass ca. 8-10% der ursprünglich in den Futtermitteln nachgewiesenen Lasalocidkonzentration in die Eier überging (Carry-over).
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