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Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe

Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit im Regierungsbezirk Karlsruhe

Kontrollprogramm der EU zur Untersuchung auf unerwünschte Stoffe in Futtermitteln

In der letzten Zeit hat man den Rückständen, die aus Futtermitteln in die Nahrungskette des Menschen gelangt sind, eine sehr große Beachtung geschenkt. Ein erheblicher Teil der Lebensmittelskandale der letzten Jahre ließ sich auf Probleme im Zusammenhang mit Futtermitteln zurückführen.

Die EU fordert deshalb im Rahmen des koordinierten Kontrollprogramms Futtermittelsicherheit einen gewissen Teil der Futtermittel auch auf Rückstände unerwünschter Stoffe zu untersuchen. Wir konnten unsere langjährigen Erfahrungen bei den Rückstandsuntersuchungen von tierischen Lebensmitteln auf pharmakologisch w irksame Stoffe im Spurenbereich bei der Untersuchung von 123 Futtermittelproben nutzen.

Teilweise konnten die vorhandenen Untersuchungsmethoden für Lebensmittel fast ohne Veränderungen auf die Untersuchungen von Futtermitteln übertragen werden. In den meisten Fällen jedoch mussten neue Analyseverfahren entwickelt werden. Die Probenahme, Einsendung und Untersuchung wurde so organisiert, dass sie überwiegend problemlos in den Ablauf der Untersuchungen für den NRKP passten. Mit den Untersuchungen auf Rückstände von pharmakologisch wirksamen Stoffen in Futtermitteln wurde die Brücke geschlagen zu den Untersuchungen im Lebensmittelbereich. Durch die Zusammenführung dieser Untersuchungen auf mehreren Stufen der Herstellung im CVUA Karlsruhe ist die lückenlose Kontrolle der pharmakologisch wirksamen Stoffe vom Futtermittel im Stall, bis zu den Lebensmitteln auf dem Teller (from stable to the table) in einer Hand gewährleistet.

Von den im Jahr 2003 untersuchten 123 Futtermittelproben konnten in 7 Proben Rückstände von Amoxicillin, Chlortetracyclin, Tetracyclin, Tylosin und Lasalocid nachgewiesen werden. Davon waren 6 Proben zu beanstanden.

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