kleines Landeswappen CVUA-Logo

Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe

Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit im Regierungsbezirk Karlsruhe

Erfrischend – ein Schluck Wasser zwischendurch

In verschiedensten Bereichen des öffentlichen Lebens – Einkaufsmärkten, Apotheken, Arztpraxen, Kantinen u.a. – werden Wasserspender, sogenannte „Water Cooler” aufgestellt, aus denen sich die Kunden ihr Wasser selbst abzapfen können. Bei falscher Handhabung wie mangelnde Reinigung und Desinfektion, Sonneneinstrahlung, lange Standzeiten, Raumtemperatur können sich in den Zapfvorrichtungen sowie im Abfüllsystem Bakterien ansammeln, die für Menschen mit einem schwachen Immunsystem zu einem Gesundheitsrisiko werden können.

Die Geräte sind üblicherweise mit einem 18,9-Liter-Behälter bestückt, der als Fertigpackung vom Geräteaufsteller geliefert und wieder als Leergut zurückgenommen wird (sogenannte „stand alone”-Geräte). Die Wartung der Armaturen, sowie der Wechsel der Behälter wird in der Regel vom Personal durchgeführt. Insbesondere die Reinigung/Desinfektion der Armaturen erfolgt häufig nicht von im Umgang mit Lebensmitteln geschultem Personal und wird erfahrungsgemäß unterschiedlich bezüglich Art und Zeitintervallen gehandhabt.

Wir untersuchten Proben aus Drogerie- und Supermärkten auf das Vorliegen von unerwünschten Keimen, vor allem Pseudomonaden, Escherichia coli und coliformen Keimen sowie Enterokokken. Zwei Proben wiesen Pseudomonas fluorescens auf, eine davon sogar in ungewöhnlich großer Zahl. Der Nachweis dieses Keims ist als Hinweis auf hygienische Mängel beim Umgang mit dem Gerät (Pflege, Reinigung, Desinfektion) zu werten, denn es ist davon auszugehen, dass er erst durch nachträgliche Kontamination in das angebotene Wasser gelangt. Escherichia coli, coliforme Keimen und Enterokokken konnten jedoch in keinem Fall nachgewiesen werden.

Bei falscher Handhabung insbesondere der „stand-alone”-Gerätekönnen sich z.B. durch lange Standzeiten, Sonneneinstrahlung Raumtemperatur, mangelnde Reinigung und Desinfektion im Wasser, in den Zapfvorrichtungen sowie im Abfüllsystem Bakterien ansammeln, die für Menschen mit einem schwachen Immunsystem zu einem Gesundheitsrisiko werden können. Aus diesem Grund hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) das Risiko für die menschliche Gesundheit durch mikrobielle Verunreinigungen von Wasser aus Wasserspendern – ein Drittel aller Wasserproben aus einer bundesweiten Untersuchung war mit Keimen belastet – den Regelungsbedarf für die lebensmittelrechtliche Beurteilung und die Notwendigkeit der Erstellung mikrobiologischer Anforderungen für Wasser aus Wasserspendern bewertet (Gesundheitliche Bewertung Nr. 043 und 047/2005 des BfR vom 01.09.2005). Das BfR empfiehlt den Aufstellern von frei stehenden Wasserspendern, die in den „Leitlinien für die Gute Hygienepraxis für Watercooler-Unternehmen” beschriebenen Hygieneanforderungen unbedingt einzuhalten. Darüber hinaus empfiehlt das BfR, die mikrobiellen Anforderungen an den Grenzwerten der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung bzw. der Trinkwasser-Verordnung zu orientieren.

zurück zur vorhergehenden Seite

 

©2003−2005 CVUA KA   Impressum •  Untersuchungsämter BW  •  zum Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum