
Auch Trübung, die mit Flockenbildung einherging, konnte in mehreren Fällen festgestellt werden. Hefen konnten als Ursache nachgewiesen werden. All diesen verdorbenen Erzeugnissen war ihre Abfüllung ohne Kohlensäuredotierung in PET-Flaschen (vorwiegend Einwegbehältnisse) gemeinsam.
Die Zusammensetzung variierte ansonsten laut Zutatenverzeichnisse erheblich, z.B. Wasser, Fruktose, Fruchtsäuren, Aromen, Süßstoffe, Vitamine oder Tafelwasser, Sauerstoff, Zitronensäure oder Fruchtsaftgetränk mit Aroma und Vitaminen oder Mineralwasser, Zitronensäure, Zitronenauszüge, Aroma.
In der Praxis waren nicht nur Kontaminationen von einzelnen Flaschen, sondern auch hier erhebliche Zahl von Flaschen einer Charge zu verzeichnen. Hefen und Schimmelpilze tolerieren niedrige pH-Werte (Fruchtsäuren!) und finden durch die in den Getränken enthaltenen Zuckerarten ideale Wachstums- und Vermehrungsbedingungen. Offensichtlich treten bei den Abfüllbetrieben vermehrt hygienische Probleme bei der stillen Abfüllung (ohne Kohlensäurezusatz) in PET-Flaschen auf. Derartige Mängel lassen sich allerdings nur durch geeignete betriebshygienische Maßnahmen im Verbund mit einem betriebsspezifisch geeigneten Qualitätssicherungsmanagement vermeiden.
©2003−2005 CVUA KA
Impressum •
Untersuchungsämter BW
•