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Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe

Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit im Regierungsbezirk Karlsruhe

Mikrobielle Kontamination bei stillen, aromatisierten Erfrischungsgetränken in PET-Flaschen mit Schimmelpilzen und Hefen

Bei mehreren stillen, aromatisierten Erfrischungsgetränken − teils mit, teils ohne Fruchtsaft − verschiedener Hersteller war eine mikrobielle Kontamination, vornehmlich mit Schimmelpilzen und Hefen festzustellen. Hier zeigten sich oft augenscheinlich gut wahrnehmbare, chrysanthemenförmig verzweigte, büschelartige Schimmelpilzmyzelien.

Hefen in PET-Flaschen
Abb.: Hefen in PET-Flaschen

Auch Trübung, die mit Flockenbildung einherging, konnte in mehreren Fällen festgestellt werden. Hefen konnten als Ursache nachgewiesen werden. All diesen verdorbenen Erzeugnissen war ihre Abfüllung ohne Kohlensäuredotierung in PET-Flaschen (vorwiegend Einwegbehältnisse) gemeinsam.

Die Zusammensetzung variierte ansonsten laut Zutatenverzeichnisse erheblich, z.B. Wasser, Fruktose, Fruchtsäuren, Aromen, Süßstoffe, Vitamine oder Tafelwasser, Sauerstoff, Zitronensäure oder Fruchtsaftgetränk mit Aroma und Vitaminen oder Mineralwasser, Zitronensäure, Zitronenauszüge, Aroma.

In der Praxis waren nicht nur Kontaminationen von einzelnen Flaschen, sondern auch hier erhebliche Zahl von Flaschen einer Charge zu verzeichnen. Hefen und Schimmelpilze tolerieren niedrige pH-Werte (Fruchtsäuren!) und finden durch die in den Getränken enthaltenen Zuckerarten ideale Wachstums- und Vermehrungsbedingungen. Offensichtlich treten bei den Abfüllbetrieben vermehrt hygienische Probleme bei der stillen Abfüllung (ohne Kohlensäurezusatz) in PET-Flaschen auf. Derartige Mängel lassen sich allerdings nur durch geeignete betriebshygienische Maßnahmen im Verbund mit einem betriebsspezifisch geeigneten Qualitätssicherungsmanagement vermeiden.

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