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Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe

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Neue Diskussionen zum Fluoridgehalt in Kinderzahncremes (April 2007)

Eine neuere Studie des wissenschaftlichen Kosmetikausschusses der EU weist darauf hin, dass höhere Fluoridgehalte eine Kariesprophylaxe verbessern. Unsere Untersuchungen von Kinderzahncremes zeigen, dass die Empfehlungen des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) bzgl. des Fluoridgehaltes von 500 ppm eingehalten werden. Zur Beurteilung der Gefahr von Dentalfluorosen, hat die EU-Kommission ein öffentliches Konsultationsverfahren durchgeführt.

 

Zur Kariesprophylaxe enthalten Zahncremes für Erwachsene und Kinder Fluorid-verbindungen. Bei Kindern kann im Gegensatz zu Erwachsenen eine hohe Fluoridzufuhr zu Dentalfluorosen an den noch nicht durchgebrochenen bleibenden Zähnen führen. Dabei handelt es sich um Veränderungen und Verfärbungen im Zahnschmelz.

Aufgrund der Tatsache, dass Fluorid nicht ausschließlich aus Zahncremes, sondern auch durch die Nahrung (Lebensmittel, Mineralwasser, Trinkwasser, fluoridiertes Speisesalz) aufgenommen wird, hat das Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR,vormals BgVV) in der Vergangenheit hinsichtlich der Höchstkonzentration von Fluoriden in Mundpflegemitteln, speziell in Kinderzahnpasten, darauf hingewiesen, dass ein Gehalt an Fluorid in Kinderzahncreme von 500 ppm als geeignet angesehen wird. http://www.bfr.bund.de/cm/206/fluorid_haltige_mundwaesser_und_alkoholgehalt_in_mund__und_zahnpflegemitteln.pdf

Die von uns untersuchten 10 Kinderzahncremes , die einen repräsentativen Überblick bieten, entsprachen dieser Empfehlung; sie enthielten alle 500 ppm Fluorid.

Neuere Untersuchungen ergaben, dass die Kariesprophylaxe durch Fluoridgehalte von 1000 bis 1500 ppm deutlich verbessert wird. Wie steht es aber um das Risiko der Dentalfluorose bei diesen erhöhten Fluoridgehalten in Zahncremes für Kinder?

Dazu kam der wissenschaftliche Ausschuss der europäischen Kommission (SCCP) zu folgendem Ergebnis: „Wenn die Fluoridaufnahme durch die Zahnpasta mit einem Fluoridgehalt zwischen 1000-1500 ppm Fluorid die einzige Aufnahmequelle von Fluorid darstellt, so besteht ein geringes Risiko, dass Kinder unter 6 Jahren eine Fluorose entwickeln können.“ - hyperlink streichen !

http://ec.europa.eu/health/ph_risk/committees/04_sccp/docs/sccp_o_024.pdf

Da einerseits zur besseren Kariesprophylaxe höhere Fluoridgehalte in Kinderzahncremes empfohlen werden, andererseits bei zusätzlicher Fluoridaufnahme durch die Nahrung oder übermäßigem Abschlucken von Zahnpasta das Risiko einer Fluorose besteht, erwägt die europäische Kommission, einen zusätzlichen Kennzeichnungshinweis für Mund- und Zahnhygieneprodukte mit einem Gehalt an Fluorid zwischen 1000 und 1500 ppm einzuführen.

Der vorgeschlagene Wortlaut lautet:

Wichtiger Hinweis!

„Kinder bis einschließlich 6 Jahren - Entnahme eines erbsengroßes Stückes; Zähneputzen unter Aufsicht eines Erwachsenen, um übermäßiges Abschlucken zu verhindern.“

Mit diesem Warnhinweis soll verhindert werden, dass Kinder unter 6 Jahren zuviel Zahncreme verwenden bzw. die Zahncreme verschlucken und somit eine zu hohe Gesamtzufuhr an Fluorid erfahren.

Zu dem Vorschlag der EU Kommission gab es ein öffentliches Konsultationsverfahren, das nun ausgewertet wird. http://www.bmgfj.gv.at/cms/site/attachments/7/4/6/CH0048/CMS1145364363579/konsultationsverfahren6.pdf

http://ec.europa.eu/enterprise/cosmetics/html/cosm_publ_consult.htm

 

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