Als im Jahre 2004 britische Wissenschaftler veröffentlichten, dass sie Parabene in Gewebeproben von Brusttumoren nachgewiesen hatten, warnte die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. in einer Pressemitteilung vor parabenhaltigen Deodorantien, da die Parabene eine ähnliche Aktivität wie das weibliche Hormon Östrogen habe und die Zellen des Brustgewebes zu unkontrolliertem Wachstum anregen könnten. Die Annahme, dass Parabene über Deos in den Körper eingebracht werden könnten, wurde damit begründet, dass die Applikation dieser Kosmetika in räumlicher Nähe zu äußeren Brustbereichen, die häufiger mit Brustkrebs befallen seien, erfolge.
Die Wissenschaftler beim Bundesinstitut für Risikobewertung hatten vor diesem Hintergrund das Risiko von Brustkrebserkrankungen durch die Benutzung parabenhaltiger Deodorantien zügig bewertet und kamen zum vorläufigen Schluss, dass lediglich Butylparaben in hohen Konzentrationen eine schwache östrogene Wirkung habe und dass es keinen wissenschaftlichen Beweis gebe, dass der Gebrauch derartiger Deos das Risiko einer Brustkrebserkrankungen erhöhe (Stellungnahme des BfR vom 13. 02. 2004, www.bfr.de ).
Wir haben den Markt auf Deodorantien und Antitranspirantien überprüft und kommen zum Ergebnis, dass Parabene als Bestandteile dieser Produkte auf dem deutschen Markt keine Rolle spielen. Insgesamt wurden 42 Proben auf Parabene (Methyl-, Ethyl-, Propyl, Butyl, Isobutylester der para-Hydroxybenzoesäure) mittels HPLC untersucht. Lediglich in einem Deo wurden Methyl-, Ethyl- und Propylparaben unterhalb der Grenzwerte festgestellt. Da viele dieser Produkte internationale Markenprodukte waren, wird vermutet, dass auch auf dem britischen Markt Deodorantien und Antitranspirantien überwiegend andere antimikrobielle Wirkstoffe als Parabene enthalten.
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