Schwere und Verlauf der Erkrankung bestimmen die Art der Medikamente, die zur Asthmabehandlung eingesetzt werden. Das Behandlungsziel bei Asthma ist neben der Linderung der chronischen Entzündungen die Verminderung von Intensität und Häufigkeit von Asthmaanfällen. Basistherapie des Asthmas ist die regelmäßige Inhalation einer antiinflammatorischen Substanz (Kortikosteroide) zur Unterdrückung der chronischen Atemwegsentzündung.
Inhalative Kortikosteroide, sind Substanzen mit stark entzündungshemmender Wirkung direkt auf die Schleimhäute der Atemwege. Deswegen kommt es auch nur selten zu Nebenwirkungen in anderen Teilen des Körpers. Durch die Eindämmung der chronischen Atemwegsentzündung verringern inhalative Kortikosteroide die Asthmasymptome und die Wahrscheinlichkeit eines Asthmaanfalls.
Das zweite Standbein der Asthmatherapie sind Medikamente zur Bronchialerweiterung, die sogenannten β-2-Mimetika. Bronchodilatatoren werden zur Linderung der Symptome eingesetzt und entspannen die verkrampften (kontrahierten) Muskeln der Atemwege. Luft kann so besser in die und aus der Lunge strömen. Aufgrund des schnellen Wirkeintritts mancher dieser Medikamente, können sie bei Symptomen wie Luftnot oder einem akuten Asthmaanfall eingesetzt werden. Sie werden auch Notfallsprays oder Rettungs-Bronchodilitatoren genannt.
Inhalationssysteme für Patienten, die an Asthma leiden, lassen sich in die beiden Kategorien Dosieraerosole mit Treibmitteln und Pulverinhalatoren unterteilen. Der Wirkstoff wird aus Pulverinhalatoren ganz normal eingeatmet − so als ob man kräftig Luft holt. Der selbst erzeugte Luftstrom wird samt Medikament beim Einatmen ganz natürlich in die Lunge geleitet. Die mikroskopisch kleinen Pulverpartikel werden in der Regel überhaupt nicht mehr wahrgenommen.
Ein Nachteil aller Pulverinhalatoren ist, dass der Patient ein Minimum an Atemzugvolumen und Atemfluss benötigt um das Pulver zu inhalieren. Bei den meisten Pulverinhalatoren ist ein Inspirationsfluss von 60 L/min notwendig, um den Wirkstoff optimal aufzunehmen. Patienten mit niedrigem Inspirationsfluss, zum Beispiel Kinder oder Patienten mit starker Obstruktion, gelingt dies nur unzureichend. Als Folge lagern sich nur geringe Mengen des Wirkstoffs in der Lunge ab, weshalb am Zielorgan nur niedrige Konzentrationen erreicht werden.
Auf Grund von Berichten der Arzneimittelkommission über Funktionsprobleme eines im Handel befindlichen Pulverinhalators wurden am CVUA Karlsruhe umfangreiche Untersuchungen durchgeführt.
Die Zweifel an der problemlosen Funktion dieses bestimmten Pulverinhalators bei simulierten geringeren inspiratorischen Flüssen, wie sie bei Kindern oder Senioren üblich sind, konnten nicht vollständig ausgeräumt werden.
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